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Les soeurs de la nuit

Geschichten von den tiefen Räumen


La nuit de la réconciliation

edition-inversif 0610


La nuit de la réconciliation

 

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Les soeurs de la nuit

(merci A.B.)

edition-inversif 0209

 

Les soeurs de la nuit

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Les trois soeurs
edition-inversif 1209



Les trois soeurs

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Les âmes mortes d'Allemagne
(merci A.B.)
edition-inversif  0108

Vor vielen und seit vielen Jahren gehörte die kleine Drogerie der Familie Lindenbaum. 1938 wurde sie geschlossen,
kurz nachdem Nathanael Lindenbaum seine Frau Judith geheiratet und das väterliche Erbe übernommen hatte.

seit einigen Jahren fühlen sich die jungen Leute, die in Wirklichkeit damals in Buchenwald erschossen wurden,
in Sicherheit. längst sind sie in ihr immer noch leer stehendes Haus zurückgekehrt, auch wenn sie inzwischen ganz
woanders sind.

in seltenen und sehr besonderen Nächten steigen sie aus ihrem Haus, das sie teilweise ersetzt, heraus und feiern
ihr Überleben in einem stummen, ekstatischen Tanz.

Les âmes mortes d'Allemagne

à Mara:

in den 90er Jahren wurde mehrfach erwogen, das alte Drogeriegebäude umzufunktionieren, etwa in einen Jugendtreff.
letztlich scheiterten jedoch alle diesbezüglichen Pläne an baupolizeilichen Bedenken. niemand war bereit, die hierfür
notwendigen Sanierungsaufwendungen zu übernehmen, die zu dem gutachterlich taxierten Wert der Immobilie in keinem
vernünftigen Verhältnis standen. auch Auktionen, in denen das Gebäude angeboten wurde, verliefen ohne jegliches
Ergebnis.
 
so steht nunmehr der Abriss der alten Drogerie jedes Jahr aufs Neue auf der Liste der Tagesordnungspunkte des
Gemeinderats. allerdings benötigt die Ortschaft, seit der Wende in chronischem pekuniären Notstand, auch hierfür
einen Investor, der sich an den zu erwartenden Kosten beteiligt bzw. sie möglichst zur Gänze übernimmt und der Stadt
anschließend den dazugehörigen Grund und Boden, seit 1938 nicht mehr im Privatbesitz, abkauft. nachdem schon vor
Jahren zwei Discounter und eine Baumarktkette eine entsprechende Anfrage höflich, aber bestimmt abgelehnt hatten,
hat die Gemeinde es nicht mehr eilig, den im Grunde als sinnvoll erachteten Plan in die Tat umzusetzen.
 
hinzu kommt, dass der Inhaber des örtlichen Abrissunternehmens die kommunalen Behörden mit ständigen Eingaben,
Petitionen, Beschwerden, gar Prozessen zu konfrontieren pflegt und auf diese Weise längst zur persona non grata
avançiert ist. dass überdies Gerüchte kursieren, der dynamische, gut aussehende Mann sei sowohl der Frau als auch
der blutjungen Tochter des Bürgermeisters anlässlich des Volksmusikfestes 2005 näher gekommen, als es dem
Ortsvorsteher lieb sein konnte, verbessert die Verhandlungsposition des Unternehmers gegenüber dem Stadtrat nicht
wirklich. Auf diese Weise ist die Ablehnung des Tagesordnungspunktes „Abriss der alten Drogerie“ zu einer Art
alljährlichem, gerne begangenen Brauch geworden, den die Ratsherren schmunzelnd vollziehen.  
 
sollte es tatsächlich einmal zu einem Abriss der alten Drogerie kommen, gäbe es natürlich auch jene sehr seltenen
und sehr besonderen Nächte nicht mehr, und die Tänzer, die ja ein Teil des verwunschenen Hauses, wenn nicht gar
selber das Haus sind, würden niemals wiederkommen.
 
ohnehin hat nicht jeder sie tanzen sehen können; dies blieb Einzelnen vorbehalten.
 
drum geh vorbeischlendern, solange es noch möglich ist. ich glaube, der Ort heißt Brehna. mitten im allertiefsten
Deutschland. ich war nie dort. zwar sind das Bild und eine seiner möglichen Geschichten, nicht aber das zugrunde
liegende Foto von mir. jemand schickte mir den Hintergrund zum Hineindenken; als Bühne für ein Märchen.
 
wenn du die Tänzer siehst .. vergiss nicht, mir davon zu erzählen...

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