Geschichten vom Verhängnis
Steven Wilson - Harmony Korine
La banalité du mal (merci A.B.) edition-inversif 0210
warum er tat, was er tat, war ihm nicht klar. niemals jemals war ihm klar gewesen, warum er etwas bestimmtes getan hatte, genau dieses und nichts anderes,
an genau diesem Ort, zu genau dieser Zeit. vielleicht trug gerade dieser Umstand dazu bei, dass er alles, was er tat, stets gerne getan hatte.
nun aber wusste er doch eines, und das war neu: er wusste, was zu tun war, wenn er seinen Korb vollständig geleert haben würde.
hatte er nicht schon vor vielen Jahren seinen roten Cocktailblazer reinigen und bügeln lassen, um ihn dann, noch in seinem wäschereiseitigen
Cellophanüberwurf, unberührt für unbestimmte Zeit in seinen Kleiderschrank zu hängen? nur, um jederzeit bereit zu sein? am Morgen hatte er ihn heraus
genommen und angezogen, den Tag in großer Unschlüssigkeit, unleidlich und mürrisch, verbracht. als es Abend wurde, hatte er sich aufgemacht, zu tun,
was zu tun war. bei Sonnenuntergang musste die Arbeit getan sein. sein Gesichtsausdruck vermochte die Verdrossenheit über die plötzliche Klarheit kaum
zu verbergen; seine Züge trugen die pompöse Schwermut eines gealterten Faschisten.
wie gut, dass ihn jetzt niemand sah.

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